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Schlafwagen AB32s (Modernisierung Schlafwagen T2s)
09.2003

Ursprüngliches Ziel des Projektes war es, die Inneneinrichtung im Zuge einer periodischen Arbeit R3 neu zu gestalten.
Als Inspiration für das allgemeine Design dieser Wagen dienten die fünf Schlafwagen vom Typ AB33s und das Konzept „COMFORTA“ mit einigen Änderungen und Verbesserungen, die gemeinsam durch ÖBB- und RSI-Designer festgelegt wurden.
 
Bei den betreffenden "Spenderwagen" Typ T2s handelt es sich um einen Teil der 1974/75 gebauten Serie von insgesamt 63 Wagen. Diese Wagen sind seither in vielen Ländern Europas im Verkehr und es sind weder Baumängel noch Unfälle, die auf Konstruktionsfehler schließen lassen könnten, bekannt. Auch die ÖBB hatten fünf baugleiche Wagen im Einsatz, deren Innenraum in den Jahren 1998-2000 einer vollständigen Neugestaltung unterzogen wurde und seither als Typ AB33s bezeichnet sind.
Die damals unverändert gebliebenen Systeme (Drehgestell, Wagenkasten, Zug- und Stoßvorrichtung, Heiz- und Klimaanlage, Energieversorgung) sind bis heute problemlos im Einsatz und machen deshalb auch bei der aktuellen Modernisierung keine Änderung erforderlich, werden aber natürlich entsprechend einer Revision R3 geprüft bzw. aufgearbeitet.
 
Hier wurden 11 nahezu baugleiche Wagen (5 Wagen exSBB, 7 Wagen exDB, 2 Wagen exNS) modernisiert, die nunmehr als Typ AB32s bezeichnet werden.
 

Grundsätzlich blieb ein Großteil des Inneraumes erhalten und wurde nur durch Beschichten (HPL-Platten, Lackieren, Pulverbeschichten) optisch und vor allem brandschutztechnisch verbessert.
Von den ursprünglich 17 T2-Abteilen bestehen auch weiterhin 13 T2-Abteile mit neuem Waschtisch und neuen Accessoires für 1 oder 2 Reisende.
Anstelle der verbleibenden vier T2-Abteile wurden nun 2 Abteile Deluxe, die jeweils über eine eigene multifunktionale Nasszelle mit Dusche, WC und Waschbecken verfügen, errichtet.
Somit blieb die maximale Reisendenanzahl nahezu unverändert, bei deutlich mehr Komfort und vor allem Sicherheit.
 
Vollständig neu gestaltet wurde das Begleiterabteil.
 
Um den heutigen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, wurden die Wagen mit einer Notbremsüberbrückung nachgerüstet, wobei das Bremssystem generell unverändert blieb.
 
Auch die persönliche Sicherheit der Reisenden ist von großer Wichtigkeit, deshalb wurde der Wagen mit einer Brandmeldeanlage (Brandmelder in allen Abteilen und zugänglichen Bereichen) ausgerüstet. Die damit im Zusammenhang stehende automatische Fluchtwegsanzeige befindet sich am Gang. Auch das Türkonzept wurde hinsichtlich Fluchtmöglichkeit im Gefahrenfall überdacht.
 
Weiters  wurde der Wagen mit einer Beschallungsanlage (Standardsprechstelle am Gang und insgesamt 23 Lautsprecher in allen Abteilen und zugänglichen Bereichen) und einer Vakuumtoilette ausgerüstet.
 
Aufgrund diverser neuer Ausrüstungen, höheren Sicherheitsanforderungen und veraltetem Kabelmaterial wurden Änderungen in der Elektrik notwendig.
 
Alle Anpassungen bzw. Änderungen wurden entsprechend dem aktuellen Stand der Technik durchgeführt. Im Besonderen wurde bei den verwendeten Materialien auf die Einhaltung der Brandschutzanforderungen Rücksicht genommen, aber auch der gesamte Wagen einer brandschutztechnischen Begutachtung unterzogen.
Nasszelle:

Komfort und optimale Nutzung der Reisezeit für Arbeit, Kommunikation und Erholung sind die "Selling Propositions" der Bahn am Reisemarkt. So konnten wir die ÖBB überzeugen, zwei Deluxe-Abteile mit multifunktioneller Nasszelle auzustatten zu lassen.
Der Clou an der Sache ist die geschwungene, gebogene Doppeltüre, die durch optimale Platznutzung neben großzügiger Abteilfläche auch genügend Platz für entspanntes Duschen ermöglicht.

Nach der Erstellung des Lastenhefts konnte mit dem Spezialunternehmen CMC in Barcelona der optimale Partner für die Umsetzung gewonnen werden. In enger Partnerschaft mit dieser Firma und den Designern der ÖBB realisierten wir in Folge diese speziell auf die Gegebenheiten des AB32s angepasste Nasszelle.

Als Fachbetrieb für Instandhaltung legten wir darüber hinaus von Anfang an auch Wert auf gut zugängliche Technikmodule, um neben Design und Funktionalität auch ein Optimum an Wartungseffizienz zu gewährleisten.





 
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