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Einbau von Brandmeldeanlagen und Notbremsüberbrückung in Schlafwagen MUn

RSI hat den Auftrag bekommen, vier Schlafwagen der Type MUn auf den aktuellen sicherheitstechnischen Stand zu bringen.

Dies umfasst den Einbau einer  Brandmeldeanlage, Installation der Notbremsüberbrückung, Anbringen einer Fluchtweganzeige am Seitengang und den Tausch der bestehenden UIC-Leitung, damit diese dem heutigen Standard (18-polig, FR-Ausführung) entspricht.

Diese Maßnahmen sind notwendig, da einerseits bereits viele europäische Länder Brandmeldeanlagen für Fahrzeuge des Nachtreiseverkehrs vorschreiben und andererseits das Durchfahren von Tunnels nur mehr mit Notbremsüberbrückungen erlaubt ist. Diese Vorkehrungen gegen das Anhalten von Zügen an unzugänglichen Stellen wie Tunnels oder Brücken sind ja mittlerweile Voraussetzung für die Zulassung zum internationalen Schienenverkehr. Die Abnahme der Brandmeldeanlage erfolgte am 20.02.2010 unter Realbedingungen.

Es wurden also im Zuge einer Probefahrt unterschiedliche Szenarien nachgestellt und mittels Rauchversuchen die Funktion der Brandmeldeanlage nachgewiesen – dies erfolgte im Beisein eines Mitarbeiters der ÖBB-Personenverkehr AG und IBS (Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung), der die Abnahme durchführte, die Funktionstüchtigkeit überprüfte und den positiven Überwachungsbericht zur Abschlussüberprüfung der Brandmeldeanlage erstellte. Nach dieser Freigabe wurde die Fertigstellung aller vier Wagen bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 in Angriff genommen – bisher liegen wir voll im Zeitplan.
 
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